Zentralbank gibt Zinsentscheidung bekannt

Die Zentralbank der Republik Türkei senkte den Zinssatz auf 9 Prozent.

Die nach dem Treffen abgegebene Erklärung lautete:

“Die schwächende Wirkung geopolitischer Risiken auf die Wirtschaftstätigkeit weltweit nimmt weiter zu. Die globalen Wachstumsprognosen für die kommende Periode werden weiterhin nach unten korrigiert, und die Einschätzung, dass eine Rezession ein unvermeidlicher Risikofaktor ist, breitet sich aus. Obwohl die negativen Auswirkungen des Angebots Beschränkungen wurden gemildert, der Aufwärtstrend bei den Erzeuger- und Verbraucherpreisen hält an. Sie betonen, dass der Anstieg der Inflation aufgrund von Rigiditäten länger dauern könnte als erwartet. Die Divergenz bei politischen Maßnahmen und Mitteilungen nimmt weiter zu. Es wird beobachtet, dass Anstrengungen unternommen werden, um Lösungen zu finden mit neuen unterstützenden Praktiken und Instrumenten, die von den Zentralbanken entwickelt wurden, um die Unsicherheit auf den Finanzmärkten zu erhöhen.

Im ersten Halbjahr 2022 fand ein starkes Wachstum statt. Frühindikatoren für das zweite Halbjahr weisen hingegen darauf hin, dass sich die Wachstumsverlangsamung aufgrund der schwächelnden Auslandsnachfrage fortsetzt. Allerdings werden die begrenzten Auswirkungen des externen Nachfragedrucks auf die verarbeitende Industrie auf die Inlandsnachfrage und die Angebotskapazität vorerst immer deutlicher. Die Beschäftigungsgewinne sind positiver als in vergleichbaren Volkswirtschaften. Betrachtet man die Sektoren, die zum Beschäftigungszuwachs beitragen, zeigt sich, dass die Wachstumsdynamik durch strukturelle Gewinne gestützt wird. Während der Anteil nachhaltiger Komponenten an der Zusammensetzung des Wachstums zunimmt, hält der starke und über den Erwartungen liegende Beitrag des Tourismus zur Leistungsbilanz an. Zudem halten der hohe Energiepreisverlauf und die Möglichkeit einer Rezession in den Hauptexportmärkten die Risiken für die Leistungsbilanz aufrecht. Für die Preisstabilität ist es wichtig, dass der Leistungsbilanzsaldo dauerhaft auf einem tragfähigen Niveau bleibt. Die Wachstumsrate der Kredite und die Erfüllung der mit der wirtschaftlichen Tätigkeit erreichten finanziellen Ressourcen gemäß ihrem Zweck werden genau überwacht. Darüber hinaus wird das Gleichgewicht der Zinslücke zwischen Policendarlehen, das sich zuletzt durch den Beitrag der angekündigten makroprudenziellen Maßnahmen deutlich vergrößert hat, genau überwacht. Der Vorstand wird seine Instrumente weiterhin entschlossen einsetzen, um die Wirksamkeit des monetären Transmissionsmechanismus zu unterstützen, und zusätzliche Maßnahmen ergreifen. Die umzusetzenden Richtlinien werden umfassend in der Geld- und Wechselkurspolitik für 2023 bekannt gegeben, die im Dezember bekannt gegeben wird.

In dem beobachteten Anstieg der Inflation; Die verzögerten und indirekten Auswirkungen von Energiekostensteigerungen, die durch geopolitische Entwicklungen verursacht werden, die Auswirkungen von Preisbildungen, die weit von wirtschaftlichen Fundamentaldaten entfernt sind, und starke negative Angebotsschocks, die durch weltweite Preissteigerungen bei Energie, Nahrungsmitteln und landwirtschaftlichen Rohstoffen verursacht werden, sind weiterhin einflussreich. Der Vorstand geht davon aus, dass der Desinflationsprozess mit der Wiederherstellung des globalen Friedensumfelds beginnen wird, zusammen mit den Schritten, die unternommen und entschlossen umgesetzt werden, um die nachhaltige Preisstabilität und Finanzstabilität zu stärken. Die Auswirkungen der sinkenden Auslandsnachfrage auf die Gesamtnachfragebedingungen und die Produktion werden genau überwacht. In einer Zeit, in der Unsicherheiten in Bezug auf das globale Wachstum und geopolitische Risiken zunehmen, ist es entscheidend, dass die finanziellen Bedingungen im Hinblick auf die Aufrechterhaltung der Beschleunigung der Industrieproduktion und des zunehmenden Beschäftigungstrends sowie die Nachhaltigkeit struktureller Zuwächse bei Angebot und Investitionskapazität unterstützend sind. In diesem Zusammenhang beschloss der Ausschuss, den Leitzins um 150 Basispunkte zu senken. Der Vorstand bewertete, dass der aktuelle Leitzins in Anbetracht der zunehmenden Risiken in Bezug auf die globale Nachfrage auf einem ausreichenden Niveau liegt, und beschloss, den im August begonnenen Zinssenkungszyklus zu beenden. Um die Preisstabilität nachhaltig zu institutionalisieren, überprüft die CBRT weiterhin einen umfassenden politischen Rahmen, der eine dauerhafte und verstärkte Liraisierung in allen politischen Instrumenten fördert. Kredit-, Sicherheiten- und liquiditätspolitische Schritte, deren Bewertungsprozesse abgeschlossen sind, werden weiterhin zur Stärkung der Wirksamkeit des geldpolitischen Transmissionsmechanismus eingesetzt.

Im Einklang mit ihrem Hauptziel der Preisstabilität wird die CBRT weiterhin entschlossen alle ihr zur Verfügung stehenden Instrumente im Rahmen der Liraisierungsstrategie einsetzen, bis starke Indikatoren auf einen dauerhaften Rückgang der Inflation und das mittelfristige 5-Prozent-Ziel hindeuten erreicht. Die zu erreichende Stabilität des allgemeinen Preisniveaus wird sich durch den Rückgang der Länderrisikoprämien, die Fortsetzung der umgekehrten Währungssubstitution und den Aufwärtstrend der Devisenreserven sowie den dauerhaften Rückgang der Finanzierungskosten positiv auf die makroökonomische Stabilität und die Finanzstabilität auswirken. Damit wird eine geeignete Grundlage für die Fortsetzung des Investitions-, Produktions- und Beschäftigungswachstums auf gesunde und nachhaltige Weise geschaffen.

Der Vorstand wird seine Entscheidungen weiterhin in einem transparenten, vorhersehbaren und datenorientierten Rahmen treffen.”

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