Die AXA hat ihren Future Risks Report für 2022 veröffentlicht

Die AXA ermittelt mit jährlich weltweit durchgeführten Recherchen die wesentlichen Risikofaktoren, die die ganze Welt langfristig betreffen. Die Ausgabe 2022 des Reports der AXA, die mit ihrem „Future Risks Report“ die Forschungsergebnisse allen Branchen und der Öffentlichkeit zur Kenntnis bringt, enthält erneut markante Daten.

Der Klimawandel, der sich in den letzten fünf Jahren als eines der wichtigsten Risiken erwiesen hat, ist mit geopolitischer Instabilität und Energierisiken verflochten.

Im Future Risks Report, der durch die Meinungen von Risikoexperten und der Öffentlichkeit aus aller Welt geprägt wurde, wurde der Klimawandel wie im Vorjahr als wichtigster Risikofaktor im Jahr 2022 auf Platz 1 gesetzt. Laut Risikoexperten folgen auf den Klimawandel die folgenden Risikofaktoren in dieser Reihenfolge: geopolitische Instabilität, Cyber-Sicherheitsrisiken, Energierisiken, Pandemien und Infektionskrankheiten, soziale Spannungen, Risiken für natürliche Ressourcen und Biodiversität, finanzielle Risiken, makroökonomische Risiken, monetäre und Fiskalpolitische Risiken.

In dem Bericht hieß es, die betreffende Risikoeinstufung sei ein Indiz dafür, dass die negativen Auswirkungen des Klimawandels auf Biodiversität, Gesundheit und Wirtschaft unbestreitbare Ausmaße angenommen hätten. Es wurde darauf hingewiesen, dass sowohl Risikoexperten als auch die Öffentlichkeit der Meinung sind, dass die öffentlichen Behörden nicht die erforderlichen Vorkehrungen gegen die Risiken des Klimawandels treffen. Der Bericht enthielt auch die Meinung von Risikoexperten, dass sich die durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine verursachten geopolitischen Spannungen weiter ausbreiten werden und diese Situation Länder daran hindern wird, gemeinsam gegen Risikofaktoren wie den Klimawandel vorzugehen.

Steigende wirtschaftliche Risiken schüren soziale Unruhen

Drei wirtschaftliche Risikofaktoren wurden in diesem Jahr erstmals unter die Top 10 Risikofaktoren aufgenommen, auf die der Future Risks Report hinweist: Finanzielle Instabilität, makroökonomische Risiken, Geldpolitik und fiskalpolitische Risiken. Unter diesen wirtschaftlichen Risiken sind die Inflation und der Kaufkraftrückgang die wichtigsten Sorgen sowohl für Experten als auch für die Öffentlichkeit. Dem Bericht zufolge glauben Experten sowohl in den USA als auch in Europa, dass die ständig steigenden Energie- und Lebensmittelpreise die sozialen Ungleichheiten vertiefen und Unruhe in der Gesellschaft verursachen werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die öffentlichen Behörden wachsamer denn je sein sollten, um den sozialen Zusammenhalt zu schützen.

Weitere Highlights im diesjährigen Future Risks Report der AXA sind:

Die Risikoscheu nimmt tendenziell bei Menschen zu, die anfällig sind und weniger Selbstvertrauen haben: 89 Prozent der Experten denken, dass Menschen auf der ganzen Welt zerbrechlicher sind als vor 5 Jahren. Die Mehrheit der Öffentlichkeit, einschließlich der Vereinigten Staaten, gibt an, dass sie es vermeiden, Risiken einzugehen, um ihre Träume zu verwirklichen.

Experten machen auf die Notwendigkeit öffentlich-privater Kooperationen aufmerksam: Im diesjährigen Bericht der AXA wurden erstmals Experten gefragt, was Behörden angesichts von Risikofaktoren tun sollten. Experten sind der Meinung, dass bei Studien zu Risikofaktoren eine Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor erforderlich ist.

Junge Menschen machen sich mehr Sorgen über Umweltrisiken als frühere Generationen: Jugendliche platzieren unter den Risikofaktoren den Klimawandel an erster Stelle, die Umweltverschmutzung an dritter Stelle und den Verlust an Biodiversität an fünfter Stelle. Auch rechtliche Schritte in Bezug auf Umweltrisiken halten Jugendliche im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung für notwendiger.

Der Klimawandel wird von Experten in verschiedenen Regionen als wichtigster Risikofaktor angesehen: Der Klimawandel wird von Experten in Amerika, Europa, Afrika, im asiatisch-pazifischen Raum und im Nahen Osten als wichtigster Risikofaktor angesehen.

Energierisiken sind in Europa von größter Bedeutung: 61 Prozent der Experten und 58 Prozent der Öffentlichkeit nennen steigende Energiepreise und Versorgungsprobleme als Quelle für Energierisiken. Diese Bedenken sind in europäischen Ländern, die aufgrund des Krieges zwischen Russland und der Ukraine die meisten Probleme bei der Energieversorgung haben, noch intensiver.

Geopolitische Instabilität lässt Bedenken hinsichtlich Cybersicherheitsrisiken aufkommen: Die Verschärfung geopolitischer Spannungen und die zunehmende Digitalisierung geben Anlass zur Sorge vor möglichen groß angelegten Cyberangriffen. Auch im diesjährigen Report zählen Cybersicherheitsrisiken zu den wichtigsten Risikofaktoren.

Yavuz Ölken, CEO von AXA Sigorta, äußerte sich wie folgt zu dem Bericht: „Der Klimawandel ist in unserem Future Risks Report im Jahr 2022 wie im Vorjahr der wichtigste Risikofaktor. Als AXA führen wir umfangreiche Studien in der Türkei und auf der ganzen Welt durch, um sowohl die Risiken des Klimawandels zu minimieren als auch direkt dem Klimawandel vorzubeugen. Andererseits sind gerade im letzten Jahr mit der Eskalation der geopolitischen Spannungen die wirtschaftlichen und Cyber-Sicherheitsrisiken noch weiter gestiegen, was die Bedeutung der sozialen Zusammenarbeit zur Bewältigung globaler Probleme erhöht. Als Versicherer sehen wir uns in der Verantwortung, in dieser Angelegenheit die Führung zu übernehmen. Neben der Information der Öffentlichkeit über Risikofaktoren werden wir als AXA weiterhin daran arbeiten, mit den von uns ergriffenen Maßnahmen und den von uns eingeleiteten Veränderungen zuversichtlich voranzukommen.“

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